Warum Lauderdale-by-the-Sea Shore Diver begeistert
Aktualisiert: vor 13 Stunden
Lauderdale-by-the-Sea in Florida ist ein echtes Paradies für Shore Diver. Während man an vielen Tauchplätzen Floridas ein Boot benötigt, beginnt das Riff hier nur rund 90 Meter vom Strand entfernt. Genau das macht den Ort nördlich von Miami zu einem interessanten Ziele für Taucher, die gerne unabhängig vom Boot ins Wasser gehen möchten.

Lauderdale-by-the-Sea wird deshalb auch als „Florida’s Beach Diving Capital“ bezeichnet. Vor allem der Zugang an der Datura Avenue am Angelie‘s Pier ist sehr beliebt. Dort befindet sich auch ein Tankständer, an dem die Ausrüstung bequem vorbereitet werden kann.
Der Shipwreck Trail
Die Tauchgänge sind vergleichsweise flach. Je nach Abschnitt und Route beträgt die Tiefe zwischen 2,5 und 6 Meter. Dadurch eignet sich das Gebiet auch hervorragend für entspannte Trainings- und Refresher-Tauchgänge geeignet. Aber auch Schnorchler kommen auf ihre Kosten.
Direkt vor der Datura Avenue gibt es auch eine Besonderheit: der Shipwreck Trail. Der Name klingt zunächst nach einem klassischen Wracktauchgang. Doch wer ein großes, aufrecht stehendes Schiff erwartet, wird überrascht sein. Der Shipwreck Trail beginnt etwa 150 m vom Ufer entfernt. Er besteht aus verschiedenen künstlichen Objekten, die 2002 vom Marine Archaeological Council versenkt wurden, um die maritime Geschichte der Region unter Wasser erlebbar zu machen. Dazu gehören ein großer Anker, eine Ballaststeinsammlung und insgesamt fünf Kanonen aus Beton. Gerade die Ballaststeine sollte man sich etwas genauer anschauen. Zwischen den Steinen und in kleinen Spalten finden sich zahlreiche Kleintiere und Jungfische. Der künstliche Charakter des Trails tritt deshalb schnell in den Hintergrund – nach einigen Jahren wird aus Beton und Stein ein lebendiger Bestandteil des Riffs.
Und wo ist das echte Wrack?
Vor Lauderdale-by-the-Sea liegt tatsächlich ein historisches Schiffswrack: die SS Copenhagen. Der britische Frachtdampfer lief am 26. Mai 1900 auf ein Riff und liegt heute in etwa 8 Meter Wassertiefe. Das Wrack wurde 1994 zum Florida Underwater Archaeological Preserve erklärt und steht seit 2001 im National Register of Historic Places. Die Copenhagen liegt etwas mehr als einen Kilometer vor der Küste und damit deutlich weiter draußen als der Shipwreck Trail. Üblicherweise wird das Wrack mit einem Boot angefahren.
Was gibt es unter Wasser zu sehen?
Das Besondere an Lauderdale-by-the-Sea ist weniger die Tiefe als die Nähe und Vielfalt. An den flachen Riffen kann man unter anderem tropische Rifffische, Langusten, Muränen, Rochen und Meeresschildkröten beobachten. Auch Skorpionsfische, Pfauenflundern, Bermuda Chubs, Blaue Doktorfische, Gefleckte Meerbarben, Rotlippen-Schleimfische und Ammenhaie werden in dem örtlichen Hinweisschild genannt. Ich hatte sogar das Glück ein Manatee zu sehen.
Ein paar Dinge sollte man beachten
So einfach der Einstieg klingt: Ein Strandtauchgang bleibt ein Tauchgang im Meer. Brandung, Strömung und Sicht können sich verändern. Vor dem Einstieg sollten deshalb die aktuellen Bedingungen geprüft und der Tauchgang entsprechend geplant werden. Auch ist zu beachten, dass die Verwendung einer Tauchflagge Pflicht und vom Pier ausreichend Abstand zu halten ist.
Wer die Gegend zum ersten Mal besucht, kann sich in einem örtlichen Tauchshops nach den aktuellen Bedingungen und der besten Einstiegsstelle erkundigen.





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