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St. Kitts & Nevis: Zuckerinsel mit Lavaherz

St. Kitts & Nevis (engl. Saint Kitts and Nevis, auch offiziell Saint Christopher und Nevis) ist ein förderaler Inselstaat auf den Kleinen Antillen in der Karibik westlich von Antigua & Barbuda. Christoph Columbus hatte die Vulkaninsel seinerzeit St. Christopher genannt, nach dem Schutzpatron der Reisenden. Dieser Name wurde dann später wahrscheinlich zu St. Kitts verkürzt. St. Kitts ist durch einen drei Kilometer breiten Kanal von Nevis getrennt.


Timothy Hill
Timothy Hill - Ausblick auf die Insel, den Atlantik und das Karibische Meer

St. Kitts war die erste karibische Insel, die dauerhaft von Engländern und Franzosen besiedelt wurde. Von hier aus nahm die koloniale Expansion in der Karibik ihren Anfang, wodurch St. Kitts eine zentrale Rolle als Ausgangspunkt für die weitere Besiedlung der Region einnahm.


Basseterre
Die Hauptstadt Basseterre

Etwas außerhalb von Basseterre liegt eines der beliebtesten Ziele für historisch interessierte Touristen: die imposante Festung Bristome Hill aus dem 19. Jahrhundert, die inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Zitadelle, das Kernstück der Festung, ist noch sehr gut erhalten. Genießen Sie die Ausblicke vom Aussichtsposten rund 250 Meter über dem Meer sowohl auf die Bucht als auch auf den 1.200 Meter hohen Mt. Liamuiga, der das Gesicht der Insel mitbestimmt.


Brimstone Hill


Wie fast überall auf den subtropischen Karibik-Inseln huschen auch hier auf St.Kitts überall kleine, schlanke Echsen umher. Es sind Anolis, auch Saumfingerechsen genannt, eine Gattung kleiner bis mittelgroßer baumbewohnender Echsen, die ihre Körperfarbe je nach Stimmung, Temperatur oder Umgebung leicht verändern können. Typisch für Anolis sind ihr farblich oft auffälliger Kehlsack (Dewlap), der zur Kommunikation und Revierabgrenzung genutzt wird. Mit mehreren hundert bekannten Arten zählen sie zu den artenreichsten Gattungen der Reptilien.


Schwartz Anolis (Männchen und Jungtier) am South Friars Beach
Schwartz Anolis (Männchen und Jungtier) am South Friars Beach

Ganz im Süden der Vulkaninsel St. Kitts liegen einige der schönsten Strände der Insel dicht beieinander. Calypso Bay, Frigate Bay, South Friars Beach und White House Bay beeindrucken mit ihrem dunklen Vulkansand und einer entspannten, ursprünglichen Atmosphäre. Hier lässt es sich wunderbar zur Ruhe kommen, barfuß im warmen Sand, mit Blick auf das türkisfarbene Meer. Vereinzelte Palmen spenden angenehmen Schatten und unterstreichen das karibische Flair. Besonders lebendig ist der South Friars Beach, wo einfache Strandbars in rustikalen Holzhütten kalte Getränke und kleine Speisen servieren – der perfekte Ort, um den Tag am Meer ausklingen zu lassen.


South Friars Beach
South Friars Beach


Ein besonderes Highlight am South Friars Beach ist das Schnorcheln. Bereits rund dreißig Meter vom Ufer entfernt beginnt ein Riff, das fast parallel zum Strand verläuft. Mit Maske, Schnorchel und ein paar Schwimmflossen taucht man in kürzester Zeit in eine bunte Unterwasserwelt ein. Zwischen Korallen und Felsen lassen sich tropische Fische beobachten – ein unkompliziertes Schnorchelerlebnis, das sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Schnorchler ideal ist.





Wrackfans können in St. Kitts das Wrack der „River Taw“ betauchen. Der 45 m lange Frachter liegt in 20 m Tiefe und ist im Jahre 1989 durch Hurrikan Hugo in zwei Teile gebrochen.


Nördlich von St Kitts, vor der Insel St Eustatius, liegt auch eines der längsten Wracks der Karibik - der 100 Meter lange Kabbelleger „Charles L. Brown“ der US-Firma AT&T. Das Schiff wurde 1954 in Neapel (Italien) unter dem Namen CS Salernum gebaut und operierte unter diesem ersten Namen von 1954 bis 1984 als Telefonkabellegeschiff. Später wurde es an die Transoceanic Cableship CO verkauft und in Charles L. Brown umbenannt. Das Schiff wurde bis 2002 als Kabelreparaturschiff eingesetzt, bis es von St. Eustatius für den symbolischen Wert von 1 US$ gekauft und im März 2003 als künstliches Riff vor der Küste versenkt wurde. Nun liegt die „Charles L. Brown“ in einer Tiefe von 31 m auf dem Meeresgrund und bietet Lebensraum für verschiedenste Unterwasserlebewesen.


Übrigens schützt St. Kitts seine Tauchgründe seit mehr als zehn Jahren, fischen und ankern ist verboten, pro Tauchplatz ist nur 1 Boot erlaubt!

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