Seekühe bestimmen
- Steven Blum

- 1. Jan. 2000
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Die Bestimmung von Seekühen ist vergleichsweise übersichtlich, da es weltweit nur wenige Arten dieser großen, pflanzenfressenden Meeressäuger gibt. Dennoch lassen sich die einzelnen Vertreter bei genauer Beobachtung anhand von Körperform, Kopfform und Verbreitungsgebiet sicher unterscheiden.
Zu den Seekühen zählen die Rundschwanzseekühe der Gattung Trichechus sowie die Gabelschwanzseekuh Dugong (Dugong dugon), der als einziger Vertreter seiner Familie gilt. Ein auffälliges Unterscheidungsmerkmal ist die Schwanzform: Während Rundschwanzseekühe eine breite, paddelförmige Schwanzflosse besitzen, hat der Dugong eine gegabelte, delfinähnliche Fluke.
Auch die Kopfform liefert wichtige Hinweise. Seekühe der Gattung Trichechus haben eine eher stumpfe Schnauze, die gut an das Abweiden von Wasserpflanzen angepasst ist. Der Dugong hingegen besitzt eine stärker nach unten gebogene Schnauze, die ihm das Grasen von Seegras am Meeresboden erleichtert. Die Körper wirken insgesamt massig und walzenförmig, wobei die Haut meist grau bis bräunlich gefärbt ist.
Das Verhalten und der Lebensraum sind ebenfalls entscheidend für die Bestimmung. Rundschwanzseekühe kommen sowohl in Süß- als auch in Brack- und Küstengewässern vor, etwa in Flüssen, Lagunen und Mangrovengebieten. Der Dugong hingegen ist strikt an marine Lebensräume gebunden und lebt vor allem in flachen Küstenregionen mit ausgedehnten Seegraswiesen.





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