Schaukelfisch (Taenianotus triacanthus)
- Roger Blum

- 1. Jan. 2000
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Jan.


Erkennungsmerkmale:
Der Schaukelfisch besitzt einen seitlich stark abgeflachten, hohen Körper mit einer auffälligen, blattartigen Silhouette. Charakteristisch sind die langen, fächerförmigen Brustflossen und die hohe Rückenflosse mit drei markanten Stachelstrahlen, auf die der Artname triacanthus („drei Stacheln“) verweist. Die Färbung variiert stark und reicht von rot, rosa und orange bis gelb oder braun, oft mit marmorierten oder gefleckten Mustern. Die maximale Körperlänge beträgt etwa 10–12 cm.
Verbreitung:
Taenianotus triacanthus ist im Indopazifik verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über den Indischen Ozean bis nach Südostasien, Indonesien, Japan, Australien und in den westlichen Pazifik.
Lebensraum:
Der Schaukelfisch lebt in Korallenriffen und Lagunen, meist in Tiefen von etwa 1 bis 30 m. Er hält sich bevorzugt in Bereichen mit Weichkorallen, Algen oder Schwämmen auf, zwischen denen er hervorragend getarnt ist.
Ernährung:
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen und Krebstieren. Der Schaukelfisch ist ein Lauerjäger, der sich langsam an seine Beute heranpirscht und sie dann mit einem schnellen Saugstoß einsaugt.
Fortpflanzung:
Über die Fortpflanzung in freier Wildbahn ist nur wenig bekannt. Die Eier werden vermutlich ins freie Wasser abgegeben, wo sie sich planktonisch entwickeln. In Aquarien wurde eine Paarbildung beobachtet.
Verhalten:
Typisch ist das schaukelnde, seitlich wiegende Schwimmen, das an ein im Wasser treibendes Blatt erinnert und der Art ihren deutschen Namen verleiht. Dieses Verhalten dient der Tarnung und erleichtert das Anschleichen an Beute. Der Schaukelfisch ist ruhig und meist einzelgängerisch.
Bedeutung und Schutz:
Der Schaukelfisch hat keine fischereiwirtschaftliche Bedeutung, ist jedoch im Meerwasseraquarienhandel beliebt. Lokale Überfischung sowie die Zerstörung von Korallenriffen können Bestände beeinträchtigen.
Besonderheiten:
Wie viele Drachenköpfe besitzt auch der Schaukelfisch giftige Stacheln in der Rückenflosse. Stiche sind schmerzhaft, aber in der Regel nicht lebensgefährlich. Seine außergewöhnliche Körperform und Tarnung machen ihn zu einem der ungewöhnlichsten Rifffische.
Arten der Gattung Taenianotus:
Taenianotus latovittatus (Lacepède, 1802) --> Malacanthus latovittatus (Lacepède, 1801)







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