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Malaiische Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata)

Die Malaiische Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata) ist eine tropische Süßwasserschnecke mit einem langgestreckten, spindelförmigen Gehäuse, das in der Regel zwischen 20 und 35 Millimeter hoch wird. Das Gehäuse ist oft hellbraun bis olivfarben und zeigt regelmäßig angeordnete Rippen oder Knoten, die ihr ein charakteristisches geripptes Aussehen verleihen.


Melanoides tuberculata
Melanoides tuberculata im Hevizer See in Ungarn

Melanoides tuberculata lebt überwiegend am Boden von stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Sie gräbt sich häufig in den Schlamm oder Sand ein und ernährt sich von Algen und Mikroorganismen, die sie aus dem Substrat filtert oder abweidet. Durch ihre Lebensweise trägt sie zur Reinigung des Gewässers bei.


Die Art ist ursprünglich in tropischen und subtropischen Regionen Afrikas und Asiens verbreitet. In den letzten Jahrzehnten wurde sie weltweit über Aquarienimporte verbreitet und gilt heute als invasive Art in vielen Regionen. In Europa hat sich Melanoides tuberculata besonders in wärmeren Thermal- und Süßwassersystemen etabliert. In Ungarn ist sie zum Beispiel im Hévízer Thermalsee nachgewiesen worden, wo die konstant warmen Temperaturen ihr Überleben ermöglichen. Auch in anderen europäischen Ländern, wie Spanien, Italien und Frankreich, kommt sie gelegentlich in wärmeren Gewässern oder in durch menschliche Aktivitäten stark erwärmten Lebensräumen vor.


Die Malaiische Turmdeckelschnecke vermehrt sich überwiegend ungeschlechtlich durch Parthenogenese, was ihr erlaubt, schnell große Populationen zu bilden. Sie gilt als robust und anpassungsfähig, kann sich in verschiedenen Substraten ansiedeln und zeigt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltveränderungen.

 
 
 

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