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Ein Wochenende voller Freiheit: Mit dem Bulli am Röddelinsee

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Manchmal braucht es keine große Reise, um das Gefühl von Freiheit wiederzufinden. Ein Wochenende, ein Zelt, ein See, Tauchgerödel und ein Bulli – mehr war nicht nötig, um den Alltag für drei Tage hinter sich zu lassen.


Schon die Anreise war ein Erlebnis für sich. Mit dem Bulli unterwegs zu sein, hat einfach einen ganz eigenen Charme. Es geht nicht darum, möglichst schnell anzukommen, sondern den Weg zu genießen. Die entspannte Sitzposition, das gemütliche Brummen des Motors und das Gefühl, mit jedem Kilometer ein Stück mehr abzuschalten, machten bereits die Fahrt gen Norden zu einem Teil des Urlaubs.



Unser Ziel war Rödellin, ein kleiner, idyllischer Ort westlich von Templin in der Uckermark. Am dortigen Campingplatz angekommen, wartete der Sommer bereits auf uns. Strahlend blauer Himmel, warme Temperaturen und Sonnenschein – besser hätte das Wetter kaum sein können. Schnell war das Zelt aufgebaut, und schon kurz darauf saßen wir mit einem kalten Getränk in der Hand und blickten auf den angrenzenden Röddelinsee.



Der See begeistert mit seiner idyllischen Lage. Umgeben von Wäldern und seiner entspannten Atmosphäre wirkt er wie ein perfekter Ort für einen Tauchgang. Der See ist etwas über drei Kilometer lang und die breiteste Stelle ist etwa 840 Meter. Mit einer maximalen Tiefe von 39 Metern ist er einer der tiefsten Seen der Uckermark. Entstanden ist er während der letzten Eiszeit als typischer glazialer Rinnensee. Vor über 800 Jahren soll sich am Nordufer eine slawische Wasserburg befunden haben, die als Sitz des Wendenhäuptlings Redlin galt. Der Name leitet sich vermutlich vom slawischen Namen Rodla ab.


Rödellinsee
Rödellinsee

Während der Röddelinsee sich über Wasser von seiner schönsten Seite zeigte, sah es unter der Wasseroberfläche eher mau aus. Die Sichtweite waren in dem trüben Grün sehr gering, sodass sich die Unterwasserlandschaft kaum erkunden ließ und nur wenig zu entdecken gab. Ab und zu huschte ein kleiner Barsch oder Weißfisch vorbei.


Direkt vor unserem Zelt lag ein kleiner Steg, den ich als Einstiegsstelle nutzte.


Der Tauchgang war eher enttäuschend. Zum Tauchen gibt es in der Region deutlich attraktivere Alternativen wie den Stechlinsee, den Werbellinsee oder den Ruhlesee. Die touristischen Angebote am Röddelinsee konzentrieren sich eher auf den Kanusport und die Naturbeobachtung.


Abends verwandelte sich der Campingplatz in einen Ort voller Gemütlichkeit. Der Duft von Gegrilltem lag in der Luft, überall saßen Menschen vor ihren Zelten und genossen den Sonnenuntergang. Das Knistern des Lagerfeuers und der klare Sternenhimmel rundeten den Tag perfekt ab. Sogar mein Sohn vergaß sein IPad und schlief unter dem Sternenhimmel ein - oft sind es genau diese kleinen Momente die am längsten in Erinnerung bleiben.


Bulli

Die Rückfahrt am Sonntag fiel entsprechend schwer. Doch auch sie gehörte irgendwie dazu. Im Bulli rollten wir entspannt nach Hause.


Dieses Wochenende am Templiner See hat mir wieder mal gezeigt, dass Entschleunigung kein Luxus sein muss. Manchmal reicht ein kleiner Bus, ein Zelt, sonniges Wetter und die Bereitschaft, das Handy einfach mal in der Tasche zulassen. Die schönsten Auszeiten liegen oft näher, als man denkt.

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