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Das Stolteraa-Wrack

Aktualisiert: 6. Jan.

Vor Stolteraa bei Warnemünde liegt in 6 m Tiefe das Wrack eines englischen Bombers, wahrscheinlich eines "Lancaster"-Bombers. Die Reste des Flugzeugs liegen 1,5 sm westlich vom Leuchtturm Warnemünde 0,4 sm vor der Steilküste Stolteraa auf dem Ostseegrund. Die genaue Position des Wracks ist mit einer Wracktonne (Kennung SFkl) gekennzeichnet. Theoretisch ist diese Stelle auch schwimmend vom Land aus zu erreichen. Hin und zurück sind es jedoch ca. 1.400 m, was nicht zu unterschätzen ist, so dass ein Bootstauchgang vorgezogen werden sollte.



Ist man an der Wracktonne angekommen und taucht in Richtung Strand (150 Grad), so gelangt man zu ein paar Schrottteilen und findet rechts von sich eine Seegraswiese auf 5 m. Von dem Flugzeug ist aber nicht mehr viel übrig. Das Flugzeug ist nicht im Ganzen sondern in vielen kleinen Teilen über die Fläche eines halben Fußballfeldes zerstreut.


Von der Tonne Richtung West soll man Teile vom Fahrgestell mit Felge und Reifen finden. Im gesamten Gebiet liegen vereinzelt Kleinteile herum. Zu sehen sind weiterhin noch Gerippe (Alukonstruktionen) von der Tragfläche und mit etwas Glück findet man auch einen Propeller, der etwas weiter Richtung Land liegt.


Wracktrümmer auf dem Ostseegrund


Beim Tauchen am Stolteraa-Wrack ist besondere Vorsicht geboten, da von Zeit zu Zeit Munition der Bordgeschütze freigespült wird. Diese ist zwar schon mehrfach vom Munitionsbergungsdienst beräumt worden, der Vorrat scheint aber noch nicht aufgebraucht zu sein.



Ein paar Infos zum Lancaster-Bomber: Der Avro 683 "Lancaster"-Bomber ist der berühmteste schwere Bombertyp der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg. Er absolvierte seinen Jungfernflug 1941 und ging ab Anfang 1942 in Dienst. Der Lancaster-Bomber bestand aus Metall und konnte maximal 6,35 Tonnen Bomben mitführen. Insgesamt stellte Avro 3.425 Lancaster Mk.I her, 33 rüstete man zur Lancaster B Mk I (Special) mit vergrößertem Bombenschacht für die 9.070-kg-Bombe "Grand Slam" um. Lancasters wurden, neben Nachtangriffen auf deutsche Städte, auch auf spezielle Bombenmissionen eingesetzt, wie etwa bei der Versenkung des deutschen Schlachtschiffes Tirpitz mit 5443 kg schweren Bomben (Tallboy). Insgesamt flogen die Lancaster Bomber im 2. Weltkrieg über 156.000 Einsätze und warfen dabei 608.612 t Bomben ab. Die normale Abwehrbewaffnung bestand aus acht 7.7 mm Maschinengewehren, die in Zwillingstürmen in der Nase bzw. auf der Rumpfoberseite sowie in einem hinteren Vierlingsturm installiert waren.



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