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Das Schmugglerschiff

Aktualisiert: 13. Jan.

Die Ostsee gehört weltweit zu den Gewässern mit den meisten Wracks. Allein im Küstenabschnitt des Fischland und Darß sind Schätzungen zufolge ca. 500 Schiffe verunglückt. In den Artikeln „Der Schiffsfriedhof von Ahrenshoop“ (Adlershofer Flossenblätter 65/2007), „Gestrandet – Schiffswracks zwischen Dierhagen und Zingst“ (Adlershofer Flossenblätter 73 und 74/2009) sowie „Die Wassernymphe“ (Adlershofer Flossenblätter 80/2010) hatte ich von unseren Funden berichtet.


Im Sommer haben wir ein neues Wrack betaucht. Bereits beim ersten Tauchgang konnten wir das Wrack in 4 bis 5 m Tiefe vor Dierhagen lokalisieren. Es handelt sich um ein doppelt beplanktes Holzschiff mit einer Ladung fein säuberlich gestapelter Ziegelsteine. Der gute Zustand des Wracks lässt darauf schließen, dass das Wrack bisher von Plünderern verschont blieb. Zu sehen sogar noch die Reste des messingbeschlagenen Steuerrads.



In diesem Sommer haben wir ein neues Wrack betaucht. Bereits beim ersten Tauchgang konnten wir das unbekannte Wrack in 4 bis 5 m Tiefe vor Dierhagen lokalisieren. Es handelt sich um ein doppelt beplanktes Holzschiff mit einer Ladung fein säuberlich gestapelter Ziegelsteine. Der gute Zustand des Wracks lässt darauf schließen, dass das Wrack bisher von Plünderern verschont blieb. Wir fanden sogar noch die Reste des messingbeschlagenen Steuerrads.


Im 19. Jahrhundert blühte der Alkoholschmuggel auf der Ostsee. So manch ein Schmugglerschiff ist gestrandet, weil der Kapitän sich während der Fahrt an seiner geheimen Fracht stärkte. Der Sanddorn-Likör „Andalö“ soll nach dem Boot des Schmugglers Carl Petter Andersson benannt sein, der mit seinem Boot von und nach Schweden pendelte. Und auch die Strandung des finnischen Dreimastschoners „Janne“ vor Dierhagen wird mit Alkoholschmuggel in Verbindung gebracht. Am 17. November 1930 notierte die „Mecklenburger Zeitung“, dass die Vermutung nahe liegt, dass die Besatzung der „Janne“ Spritschmuggel betrieb und dem Alkohol selbst in übermäßiger Weise zugesprochen hat. Es seien größere Mengen Sprit beschlagnahmt worden.


Einen entscheidenden Hinweis zur Identifizierung des Wracks aber die im Wrack liegenden Bierflaschen bieten. Sie tragen die Aufschrift „Petersen & Jensen“. Hinweise, die zur Identifizierung des Schiffswracks führen, nehmen wir gern entgegen!

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