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Tauchen & Schnorcheln in Nord-Mazedonien

Aktualisiert: 20. Jan.

Nordmazedonien liegt zentral auf der Balkanhalbinsel. Es grenzt im Norden an Serbien, im Osten an Bulgarien, im Süden an Griechenland, im Westen an Albanien und im Nordwesten an das Kosovo. Da das Land ein Binnenland ist und keinen eigenen Zugang zum Meer besitzt, ist Tauchen nur in Seen und Flüssen möglich. Dazu eignen sich vor allem drei Seen an der südlichen Grenze – der Ohrid-See, der Prespa-See und der Dojran-See.



Tauchen in der "Bay of Bones" - der Bucht der Knochen


Die besten Tauchplätze in Mazedonien liegen im Ohrid-See, der als ältester See Europas gilt. Der See ist mit einer maximalen Tiefe von 288 m (940 ft) und einer mittleren Tiefe von 155 m der tiefste See des Balkans. Die gesamte Region um den See wurde 1979 zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt.


Inmitten des Sees befindet sich die "Bay of Bones" - die Bucht der Knochen. Hier wurden 1995 von einem einheimischen Taucher zahlreiche Artefakte wie Tierknochen, Tongefäße und Werkzeuge gefunden, die von einer Siedlung aus der Bronzezeit stammten. Nachfolgende Unterwasser-Ausgrabungen brachten Reste von 8000 Holzstelen zu Tage, die von einem Dorf aus dem 12. Jahrhundert vor Christus gehören, das aus bis zu 100 Häusern bestand.


An gleicher Stelle wurde heute ein ungewöhnliches Museum errichtet. Auf einer Holzplattform wurde das prähistorische Dorf nachgebaut – genau wie es vor rund 3000 Jahren ausgesehen haben könnte. 24 Lehmhäuser mit Schilfdächern. Die Plattform steht auf 6000 Holzpflöcken, die in den Grund Sees gerammt wurden.


Neben den archäologischen Schätzen bietet der Ohrid-See auch eine einzigartige Unterwasserflora und –fauna. So kommt hier der endemische Ohrid-Schwamm (Ochridaspongia rotunda) in einer Tiefe von 35 m vor.


Tauchausflüge werden von Kaneo Divers und dem Amfora Diving Center (Lazo Trposki No.35 a 6000 Ohrid) angeboten.


Etwa ein Drittel des Sees gehört zu Albanien. Auf der albanischen Seite ist der Tourismus deutlich weniger entwickelt, als in Mazedonien. Während die Sandstrände auf der mazedonischen Seite einen gepflegten Eindruck machen, sind die Strände in Albanien oft mit Algen, Ästen und zum Teil auch mit Müll übersät. Das lädt nicht gerade zum Baden ein. Offenbar hat für die albanische Regierung der Ohrid-See weniger Priorität und man ist mehr damit beschäftigt, die Adria-Küste als neue Touristendestination zu entwickeln.

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