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Wasser und Fels: Tauchen in der Matka-Schlucht

Aktualisiert: 20. Jan.

Von Südserbien aus unternahm ich einen Ausflug in die Republik Nordmazedonien. Mein Ziel war der Matka-See westlich der Hauptstadt Skopje. Der türkisblaue See ist von steilen Felswänden umgeben und ein beliebtes Ziel für Taucher.



Blick auf die Matka-Schlucht



Der Matka-See entstand 1937 als der See Fluss Treska zur Elektrizitätserzeugung für Skopje aufgestaut wurde. Der See ist ein beliebter Tauchspot Mazedoniens und die Höhle fordert die extremsten Höhlentaucher heraus. Denn am Ufer des Matka-Sees befindet sich die Höhle Vrelo.


Der bekannte italienische Höhlenforscher und -taucher Luiggi (Giggi) Casati hat hier eine Tiefe von 205 Metern erreicht und stellte damit einen neuen Weltrekord für das Kaltwasser-Rebreather-Höhlentauchen auf. Im Jahre 2016 will der polnische Höhlentaucher Krzysztof Starmawski sogar eine Tiefe von 230 Metern erreicht haben. Trotz mehrerer Tauchgänge konnte die Maximaltiefe der Unterwasserhöhle bisher noch nicht ermittelt werden. Die Tauchgänge haben bewiesen, dass das Vrelo die tiefste Quelle auf dem Balkan ist. Das Höhlensystem wird weiter erforscht und es bleibt zu hoffen, dass die Taucher noch weiter vordringen zu können. Es wird spekuliert, dass es sich um die tiefste Süßwasser-Unterwasserhöhle der Welt handeln könnte.


Nach etwa zwanzig Minuten Bootsfahrt entlang des Matka-Canyons erreichten wir den Eingang zur berühmten Vrelo-Höhle. Bei unserer Ankunft erkundete bereits eine kleine Tauchgruppe den Matka-See im Bereich des Höhleneingangs.



Der Seegrund fällt steil ab und Gesteinsformation im Bereich des Höhleneingangs



Ich erkundete den Eingangsbereich zur Vrelo-Höhle von Land aus. Zu besichtigen sind drei große Höhenkammern: den „Konzertsaal“, die „Halle der Kegel“ und die „Halle der Seen“, deren Stalagmiten und Stalaktiten mit bunten Lichtern schön beleuchtet sind. Den zentralen Raum nimmt ein Stalakmitenkegel ein, der etwa 2 Meter hoch ist. Er wird aufgrund seiner eigentümlichen Form „Tannenzapfen“ genannt.



Aufgrund seiner eigentümlichen Form wird der Stalagmit „Tannenzapfen“ genannt


Am Ende des begehbaren Höhlenbereichs erreichten wir die „Halle der Seen“. Hier gibt es zwei Seen, von denen einer größer ist als der andere. Der kleinere See hat eine maximale Länge von 8 Metern und eine maximale Tiefe von 15 Metern. Der größere See ist 35 Meter lang und 18 Meter tief. Im Wasser befindliche Stalagmiten deuten darauf hin, dass sich die Höhle erst später mit Wasser füllte. Hier gibt es sogar einen kleinen Strand – den „Russian Beach“. Der Strand erhielt seinen Namen angeblich davon, dass einst russische Piloten hier herkamen und in der Höhle schwimmen gingen.


Blick auf den „Russian Beach“ in der „Halle der Seen“


Wer im Matka-See und in der Vrelo-Höhle tauchen möchte, sollte den Cave Diving Club Vrelo (www.matka-vrelo.com.mk) kontaktieren.

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