Surin-Inseln und Richelieu-Rock
- Roger Blum

- vor 1 Tag
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Lohnt sich ein Tauch-Tagesausflug zu den Surin-Inseln?
Die Surin-Inseln sind ein kleines, abgelegenes Archipel in der Andamanensee. Es besteht aus fünf Inseln, die zu den besten Tauch- und Schnorchelplätzen Thailands gehören. Die Surin-Inseln liegen knapp 55 Kilometer vor der Küste Thailands an der Grenze zu Burma. Die Seegrenze zu Burma ist nur 18 Kilometer entfernt. Es handelt sich um einen geschützten Meeresnationalpark (Mu Ko Surin Nationalpark) in der thailändischen Provinz Phang Nga.

Willkommen im Mu Ko Surin National Park

Die Surin-Inseln gelten als eines der Top-Tauchplätze Thailands
Die Inseln sind traumhaft schön mit weißem Strand. Sie beiten interessante Felsstrukturen und sind umgeben von klarem, türkisblauen Wasser. Der Ort kommt meiner Vorstellung von einem tropischen Inselparadies sehr nah. Gelegentlich konnte ich lesen, dass Besucher entsetzt seien, über Unmengen von Müll, die den Strand und das Meer verunreinigen. Bei meinem Besuch im Oktober 2025 ist mir jedenfalls nichts derartiges aufgefallen.

Traumhafte Strände, Felsformationen und kristallklares Wasser
Zugegebenermaßen ist die Anreise recht lang. Zunächst ging es einige Stunden mit dem Kleinbus von Kaho Lak Richtung Norden und dann weiter mit dem Schnellboot. Die Fahrt mit dem Schnellboot dauert vom Thap Lamu Pier je nach Wetterlage zwischen 2 bis 2,5 Stunden. Etwas kürzer ist die Überfahrt vom weiter nördlich gelegenen Baan Nam Kem Pier. Von dort aus dauert die Fahrzeit etwa 1,5 Stunden. Die Abgeschiedenheit sorgt dafür, dass die Surin-Inseln noch nicht so überlaufen sind, wie die weiter südlich gelegenen Similan-Inseln.
Die lange Anreise wird durch die tollen Tauchplätze entschädigt.

Riesenmuräne

An den Surin-Inseln sind häufig Nacktschnecken anzutreffen


Juwelenzackenbarsch
Zum Surin-Nationalpark gehört neben den Surin-Inseln auch der in Taucherkreisen bekannte
Richelieu Rock. Es handelt sich um einen mit Korallen bewachsenen Kalksteinfelsen, der sich fast senkrecht vom Grund erhebt und nur bei Ebbe etwas aus der Wasseroberfläche herausschaut. Angeblich soll man dort eine Fülle an Riffhaien und mit etwas Glück auch Walhaie antreffen können. Ich habe dort leider keine Haie sehen können und die Anpreisungen sollen auch etwas übertrieben sein, verriet mir der Tauchguide. Dennoch war der Tauchgang am Richelieu-Rock etwas Besonderes. Selten habe ich so viele Fische gesehen wie hier. Ich schwamm teilweise durch eine regelrechte Fischsuppe.

Fischsuppe
Mein Fazit: Ein Tages-Tauchausflug zu den Surin-Inseln ist eine lohnenswerte Alternative zu den Similan-Inseln, allerdings muss man Frühaufsteher sein.
Text/Fotos: Roger Blum







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