Meerbarben bestimmen
- Steven Blum

- 1. Jan. 2000
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Meerbarben (Mullidae) sind Bodenfische und kommen weltweit in allen tropischen und subtropischen Küstenregionen vor. Sie sind nicht mit den Süßwasserbarben verwandt. Am Kinn tragen sie zwei gabelförmige Barteln, mit denen sie den Meeresgrund nach Nahrung absuchen. Es gibt 55 verschiedene Barbenarten, die in 6 Gattungen eingeteilt werden. In der Regel leben sie in kleinen Schulen. Eine Ausnahme bilden die Großschulen- oder auch Gelbschwanz-Meerbarben (Mulloidichthys vanicolensis), die als einzige Barbenart im freien Wasser meist in größeren Schulen lebt. Meerbarben besitzen keine Galle und sind daher ein beliebter Speisefisch. So gehört die Streifenbarbe oder Gestreifte Meerbarbe (Mullus surmuletus) zu den teuersten Speisefischen des Mittelmeers.
Die Bestimmung von Meerbarben stellt für viele Taucher zunächst eine Herausforderung dar, da sich die Arten in Körperform und Verhalten stark ähneln. Dennoch lassen sich die verschiedenen Vertreter dieser Familie bei genauer Betrachtung zuverlässig unterscheiden. Charakteristisch für alle Meerbarben sind die zwei auffälligen Barteln am Unterkiefer, mit denen sie im Sand nach Nahrung suchen.
Meerbarben zeigen meist eine längliche Körperform und bewegen sich oft in kleinen Gruppen dicht über dem Meeresboden. Ihre Färbung reicht von silbrig über gelblich bis hin zu rötlichen Tönen, häufig ergänzt durch Längsstreifen, Flecken oder markante Farbverläufe. Besonders wichtig für die Bestimmung sind Details wie die Anzahl und Ausprägung dieser Streifen, die Färbung der Flossen sowie charakteristische Zeichnungen am Kopf.
Ein weiteres hilfreiches Merkmal ist das Verhalten: Viele Arten durchwühlen aktiv den sandigen Untergrund und erzeugen dabei kleine Sedimentwolken. Dabei lassen sich Unterschiede im Schwimmstil und in der Gruppengröße beobachten, die zusätzliche Hinweise auf die jeweilige Art geben können.




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