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Lange Nacht des Tauchens 2017

Aktualisiert: 13. Jan.

Sporttauchermuseum Berlin präsentierte auf der Langen Nacht des Tauchens 2017 historisches Filmmaterial


Am 4. November 2017 stand die Kulturfabrik in Berlin-Moabit wieder ganz im Zeichen des Tauchsports. Bei der mittlerweile zwölften Auflage der Langen Nacht des Tauchens gab es wieder interessante Vorträge, Filmvorführungen und Informationsstände rund ums Thema Tauchen. Auf 3 Etagen wurde ein vielfältiges Programm geboten.



Auch der Tauchsportklub Adlershof im ProSport24 e.V. war mit einem Stand vertreten. Er stellte das vereinseigene Sporttauchermuseum vor. Den Besuchen wurden einige Exponate der Sammlung gezeigt, wobei der Fokus auf Eigenbaukonstruktionen von Franz Cech lag, der als Techniker die Expeditionen des österreichischen Meeresforschers Prof. Rupert Riedel unterstützte. Riedel war von 1948-1949 Leiter der ersten österreichischen Nachkriegsexpedition „Unterwasser-Expedition Austria“ im südlichen Mittelmeer. Im Jahre 1952 leitete er die „Österreichische Tyrrhenia-Expedition“ und erforschte die Unterwasserhöhlen an der Felsküste des Tyrrhenischen Meeres. Während dieser Expedition entstand auch der Dokumentar-Stummfilm „Lichter unter Wasser“, den das Sporttauchermuseum auf der Langen Nacht des Tauchens zeigen wollte. „Lichter unter Wasser“ ist der weltweit erste Unterwasser-Farbfilm. Er wurde am 16. Dezember 1952 im Auditorium maximum der Universität Wien uraufgeführt und sollte 1953 als österreichischer Beitrag auf den Filmfestspielen von Venedig gezeigt werden, was aus Kostengründen jedoch nicht erfolgte. Leider war der vollständige Film nicht zu beschaffen. Selbst eine Anfrage beim Filmarchiv Austria blieb erfolglos.



Das Sporttauchermuseum konnte jedoch aus seinem Archiv historisches SW-Filmmaterial von der „Unterwasser-Expedition Austria“ aus dem Jahre 1948/49 vorstellen. Das Filmmaterial entstand während der ersten österreichischen wissenschaftlichen Unterwasser-Nachkriegsexpedition 1948/1949 in Sizilien und der nordafrikanischen Inselwelt. Das Museum beschäftigt sich derzeit mit der Frage, wer die im Film zu sehende Tauchausrüstung gebaut hat und ob einige dieser Gegenstände noch vorhanden sind. Techniker auf dieser Expedition war Franz Cech, von dem im Sporttauchermuseum Berlin bereits zahlreiche Exponate ausgestellt sind, u.a. selbstgebaute Kameragehäuse, Tauchgeräte und Harpunen. Einige dieser Ausstellungsstücke aus der Pionierzeit des Tauchens konnten am Stand des Sporttauchermuseums besichtigt werden.



Auch zahlreiche andere Vereine informierten auf der Langen Nacht des Tauchens über ihre Arbeit. So referierten der Verein für Unterwasserarchäologie Berlin-Brandenburg e.V. und der Kaffenkahn e.V. über unterwasserarchäologische Themen. Die Lange Nacht des Tauchens war wieder eine gelungene Veranstaltung und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

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