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Zu Besuch bei den Pinguinen von Punta Tombo

Aktualisiert: vor 16 Stunden


Es gibt Orte auf der Welt, an denen die Natur nicht nur sichtbar, sondern spürbar lebendig ist. Punta Tombo an der Atlantikküste Patagoniens gehört genau zu diesen Orten. Hier, zwischen Wind, Staub und endloser Weite, lebt eine der größten Magellan-Pinguin-Kolonien der Welt.



Penguins Punta Tombo


Unsere Reise nach Punta Tombo begann früh morgens von der Küstenstadt Puerto Madryn aus. Schon die Fahrt dorthin war Teil des Erlebnisses: endlose Straßen durch die karge Landschaft, niedrige Büsche und ein Himmel, der größer wirkt als irgendwo sonst.

Der Wind fegt über die Steppe, und man spürt deutlich die Wildheit dieser Region. Punta Tombo liegt abgelegen – genau das macht den Ort so besonders.


Ankunft im Reich der Magellan-Pinguine


Kaum betreten wir das Schutzgebiet, treffen wir auf die ersten Pinguine. Dann Hunderte. Dann Tausende. Die Kolonie der Magellan-Pinguine gehört zu den größten weltweit. Während der Brutsaison bevölkern Hunderttausende Tiere die Küstenlandschaft, graben ihre Höhlen in den sandigen Boden oder nisten unter Büschen zum Schutz vor Sonne und Wind.

Begegnung auf Augenhöhe.


Magellan-Pinguin in Punta Tombo

Was Punta Tombo weiterhin so einzigartig macht, ist die Nähe zu den Tieren. Holstege und markierte Wege führen mitten durch die Kolonie, und die Pinguine bewegen sich frei – auf über die Wege hinweg.


Plötzlich steht einer direkt vor mir. Er bleibt stehen, neigt den Kopf leicht und mustert mich. Es ist ein Moment voller Respekt: Man ist nicht im Zoo, sondern im natürlichen Lebensraum der Tiere.


Steven Blum in Punta Tombo

Die Magellan-Pinguine (Spheniscus magellanicus) wirken an Land fast unbeholfen, doch im Wasser sind sie elegante, schnelle Schwimmer. Immer wieder sehe ich kleine Gruppen zum Meer watscheln, während andere gerade aus den Wellen zurückkehren.


Punta Tombo


Das Leben der Kolonie


Ein Besuch in Punta Tombo ist wie ein Blick in eine lebendige Gemeinschaft. Paare erkennen sich an ihren Rufen, wechseln sich beim Brüten ab und verteidigen ihre Nester mit überraschender Entschlossenheit.


Spheniscus magellanicus


Jungtiere sitzen oft vor ihren Höhlen und warten auf ihre Eltern, während diese im Meer nach Nahrung suchen. Immer wieder entstehen kleine „Gespräche“ zwischen den Pinguinen – laute, charakteristische Rufe, die durch die Wüste hallen.



Trotz der großen Anzahl herrscht kein Chaos, sondern eine erstaunliche Ordnung.


Zwischen Meer und Atacama-Wüste


Die Landschaft rund um Punta Tombo ist rau und schlicht. Aber genau darin liegt ihre Schönheit. Keine dramatischen Berge, keine dichten Wälder – nur Küste, Wind und ein weiter Horizont.

 
 
 

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