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Seenadelartige (Syngnathiformes)

Aktualisiert: 28. Jan.


Seepferdchen und Seenadeln

(Syngnathidae)



Seepferdchen gehören sicherlich zu den prächtigsten und auffälligsten Lebewesen der Meere. Auch wenn sie nicht so aussehen, sie sind ganz normale Fische. Ihre Flossen sind fast ganz zurückgebildet, ihr seitlich zusammengedrückter Körper ist durch einen harten, gerippten Hautknochen-Panzer geschützt. Sie besitzen ein röhrenförmiges Maul ohne Zähne, mit dem sie durch eine ganz spezielle schnappend-saugende Bewegung fressen.


Ungewöhnlich für einen Fisch ist auch ihre faszinierende, majestätisch wirkende Körperhaltung. Sie schweben aufrecht im Wasser und schwimmen nicht waagerecht wie die anderen Fische im Wasser. Nur mit der kleinen, fast ganz zurückgebildeten Rückenflosse, können sie sich langsam vorwärts bewegen. Zwei ebenfalls stark zurückgebildete Brustflossen dienen als Steuerruder.


Auch ihre Schwanzflosse ähnelt nicht der anderer Fische. Sie ist ein Greifschwanz, mit dem sich die Tiere an Pflanzen oder Korallen festhalten können.


Weltweit gibt es 35 verschiedenen Arten. Die kleinsten Arten sind das nur 1,5 cm lange Tasmanische Seepferdchen und das 2 cm lange Zwergseepferdchen. Der größte Vertreter, das Dickbäuchige Seepferdchen, kann dagegen eine Körperlänge von bis zu 35 cm erreichen. Die in Europa lebenden Arten liegen in der Mitte: das Kurzschnäuzige Seepferdchen wird 7-13 cm groß, das Langschnäuzige Seepferdchen 8-18 cm.



Hippocampus algiricus


Hippocampus erectus


Hippocampus guttulatus


Hippocampus hippocampus


Hippocampus kelloggi


Hippocampus kuda




Seenadeln


Seenadeln gehören zur gleichen Familie wie die Seepferdchen (Syngnathidae). Seenadeln besitzen einen schlanken, röhrenförmigen Körper und eine charakteristische röhrenförmige Schnauze. Ihr Körper ist mit knöchernen Hautringen bedeckt. Wie ein Chameleon können sie ihre Augen unabhängig voneinander bewegen.



Corythoichthys (1), Dunckerocampus (1), Entelurus (1), Syngnathus (2)



Corythoichthys schultzi


Dunckerocampus multiannulatus


Schlangennadel Entelurus aequoreus


Syngnathus typhle


Syngnathus typhle


Trachyrhamphus bicoarctatus



Geisterpfeifenfische

(Solenostomidae)


Geisterpfeifenfische sind außergewöhnlich gut getarnte Meeresfische. Ihr Körper ist seitlich stark abgeflacht, mit einem langen, röhrenförmigen Maul und auffälligen, oft stark ausgezogenen Flossen. Viele Individuen ähneln verblüffend genau den Organismen, zwischen denen sie leben, und werden daher leicht übersehen. Geisterpfeifenfische sind eng mit Seepferdchen verwandt. Doch anders als bei Seepferdchen tragen nicht die Männchen, sondern die Weibchen die Eier. Diese werden in einer Art Bruttasche gebildet, die von den stark vergrößerten Bauchflossen umschlossen wird.


Solenostomus paradoxus



Trompetenfische

(Aulostomidae)


Trompetenfische besitzen einen sehr schlanken, stark langgestreckten Körper, der sie fast unverwechselbar macht. Verwechslungen sind am ehesten mit den noch dünneren, meist längeren und insgesamt blasseren Flötenfischen möglich. Beide Gruppen kommen in unterschiedlichen Farbvarianten vor, die in der Regel hervorragend an ihre jeweilige Umgebung angepasst sind.


Aulostomus chinensis



Aulostomus maculatus


Aulostomus strigosus



Flötenfische

(Fistulariidae)



Fistularia commersonii

 
 
 

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