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Poseidons Dreizack: Die besten Tauchspots in Chalkidiki Griechenland

Aktualisiert: 20. Jan.

Südöstlich von Thessaloniki liegt die Halbinsel Chalkidiki. Markant sind drei fingerartige Landzungen, die in türkisblaue Ägäische Meer hineinragen: Kassandra, Sithonia und Athos. Aufgrund der markanten Form wird die Chalkidiki unter Rückgriff auf die griechische Mythologie oft auch als „Poseidons Dreizack“ bezeichnet. Kein Wunder, dass der Gott des Meeres hier einige der besten Tauchgebiete von Griechenland angesiedelt hat.




Kassandra


Ich begann meine Reise auf dem ersten Finger – Kassandra. Hier tauchte ich auf der Ostseite der Halbinsel in der Valista-Bucht bei Paliouri. Die linke Seite der Valista-Bucht ist als Porto Valista bekannt. Hier taucht man zunächst in 7 bis 10 Meter Tiefe über eine ausgedehnte Poseidongras-Wiese. Dann erreicht man eine Steilwand, die auf über 60 Meter Tiefe abfällt. Die Wand ist dicht bewachsen. Muränen, Zackenbarsche, Oktopusse, Stachelmakrelen und große Brassenschwärme bieten tolle Fotomotive.



Verschiedene Nacktschneckenarten, bunte Schwämme und unzählige Röhrenwürmer machen den Tauchplatz auch für Makrofotografen interessant. Ich habe hier 4 Tauchgänge unternommen und konnte jedesmal neues entdecken. Ein Top-Tauchplatz!


Fadenschnecke Flabellina affinis


Feuerwurm Hermodice carunculata


Tauchbasis: Triton Scuba Diving Centre Halkidiki www.tritonscuba.gr (Stand: Oktober 2019)


Sithonia Sithonia der mittlere Finger der Chalkidiki, ist im Vergleich zu Kassandra deutlich gebirgiger. Hier findet man viele romantische Buchten im türkisblauen Meer, die zum Tauchen einladen. Ein interessantes Tauchgebiet fand ich in der Bucht von Toroni. Hier befinden sich südlichen Ende der etwa 3 km langen Bucht die Ruinen der Festung Levthonia.


Blick auf die Bucht von Toroni


Bekannt ist, dass der Ort bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. von Chalkis aus kolonialisiert wurde und später dem Attischen Seebund beigetreten ist. Im Jahre 424 v. Chr. rebellierten die Bewohner gegen die Athener und schlugen sich auf der Seite von Sparta. Die Athener verschanzten sich in der Festung am Kap Lykithou. Trotz der exponierten Lage der Festung auf dem schmalen Kap, und zusätzlich durch einen Kanal getrennt, konnten sie den Spartanern nicht lange Gegenwehr leisten. Die Festung wurde überrannt und zerstört. Im Jahre 348 v. Chr. wurde der Ort abermals erobert und rund 180 Jahre später von den Römern besetzt.


Festung Levthonia und Blick auf den Unterwasserhafen


Am Südende der Bucht von Toroni kann man heute die Ruinen der Festung Levthonia besichtigen. Dort werden Ausgrabungen und archäologische Vermessungen vorgenommen. Die die Mauern der antiken Stadt und der antike Hafen sind jedoch inzwischen im Meer versunken. Mit Schnorchel und Taucherbrille können die Übererste besichtigt werden. Zwischen den Steinbrocken, die heute Unterschlupf für Grundeln, Schleimfische, Oktopusse und anderem Meeresgetier bieten, liegt auch antike Keramik. Es ist ein interessantes Erlebnis über die Reste dieser Anlage zu schwimmen.


Die Mauern der antiken Stadt und der antike Hafen von Toroni sind im Meer versunken


Athos


Von Sithonia hatte ich einen schönen Blick auf das Athos-Massiv, der 2033 m hoch aus dem tiefblauen Meer steigt. Athos ist der östlichste der drei Finger der Chalkidiki. Hier befindet sich die abgeschottete Mönchsrepublik Athos. Ich war neugierig, die Republik mit halbautonomen Status kennenzulernen. Die Mönche schotten sich jedoch vor der Außenwelt ab. Es gibt eine mit Stacheldraht und Mauer gesicherte Grenze. Für die Einreise braucht man eine Art Visa. Es werden für nichtorthodoxe, volljährige Männer maximal 10 Genehmigungen pro Tag erteilt. Frauen und Kindern ist der Zutritt nach Athos streng untersagt.




Die letzte, allgemein zugängliche Ortschaft vor der Mönchsrepublik ist Ouranoupoli. Hier fand ich direkt an der Grenze traumhafte Strände, die zum Baden und Schnorcheln einladen.


Traumstrände an der Grenze zur Republik Athos


Als Fazit ist festzuhalten, dass ich von der Landschaft und insbesondere der Unterwasserwelt sehr positiv überrascht war.



Text/Fotos: Roger Blum

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