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Gestreifter Seewolf Anarhichas lupus

Aktualisiert: 1. Jan.

Erkennungsmerkmale:

Der Gestreifte Seewolf besitzt einen langgestreckten, seitlich leicht abgeflachten Körper. Charakteristisch sind die dunklen, senkrechten Streifen auf graublauem bis bräunlichem Grund. Der Kopf ist kräftig, mit einer stumpfen Schnauze und großen, starken Zähnen, die an ein Gebiss von Raubtieren erinnern. Besonders auffällig sind die mahlenden Backenzähne, mit denen harte Beute geknackt wird. Erwachsene Tiere erreichen meist 80–120 cm Länge, selten bis zu 150 cm.


Verbreitung:

Anarhichas lupus ist im nördlichen Atlantik verbreitet. Sein Areal reicht von der Ostküste Nordamerikas (Labrador, Neufundland) über Grönland und Island bis zur Barentssee, Nordsee und westlichen Ostsee.


Lebensraum:

Der Gestreifte Seewolf lebt überwiegend bodennah in Tiefen von etwa 20 bis 500 m. Bevorzugt werden felsige oder steinige Untergründe, aber auch Kies- und Sandböden. Er hält sich meist einzelgängerisch in Höhlen oder Felsspalten auf.


Ernährung:

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus wirbellosen Bodentieren mit harten Schalen, darunter Muscheln, Schnecken, Seeigel, Seesterne und Krebstiere. Gelegentlich werden auch kleinere Fische gefressen. Die kräftigen Zähne ermöglichen das Zermalmen von Schalen und Panzern.


Fortpflanzung:

Die Fortpflanzung erfolgt meist im Spätsommer oder Herbst. Die Weibchen legen große, dotterreiche Eier, die in Gelegen an den Meeresboden abgelegt werden. Die Männchen bewachen die Eier bis zum Schlupf der Jungfische, was für Meeresfische eher ungewöhnlich ist.


Verhalten:

Der Gestreifte Seewolf gilt als ruhig und wenig scheu, kann jedoch bei Bedrohung aggressiv reagieren. Aufgrund seines kräftigen Gebisses sollte er nicht provoziert oder angefasst werden.


Bedeutung und Schutz:

Der Gestreifte Seewolf wird regional als Speisefisch genutzt. In einigen Gebieten sind die Bestände durch Überfischung und Beifang zurückgegangen. In Teilen seines Verbreitungsgebietes gilt er daher als gefährdet und steht unter Schutzmaßnahmen.


Besonderheiten:

Seewölfe spielen eine wichtige ökologische Rolle, da sie Bestände von Seeigeln regulieren und so indirekt zur Stabilität von Tangwäldern beitragen.


Arten der Gattung Anarhichas:

Anarhichas denticulatus (Krøyer, 1845)

Anarhichas minor Olafsen, 1772

Anarhichas orientalis Pallas, 1814

Anarhichas karrak Bonnaterre, 1788 --> Anarhichas minor Olafsen, 1772

Anarhichas latifrons Steenstrup & Hallgrimsson, 1876 --> Anarhichas denticulatus Krøyer, 1845

Anarhichas leopardus Agassiz, 1831 --> Anarhichas minor Olafsen, 1772

Anarhichas lepturus Bean, 1879 --> Anarhichas orientalis Pallas, 1814

Anarhichas maculatus Bloch & Schneider, 1801 --> Anarhichas minor Olafsen, 1772

Anarhichas ocellatus (Ayres, 1855) --> Anarrhichthys ocellatus Ayres, 1855

Anarhichas scansor Bloch & Schneider, 1801 --> Anarhichas minor Olafsen, 1772

Anarhichas steenstrupii Gill, 1861 --> Anarhichas minor Olafsen, 1772

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