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Butterfisch (Pholis gunnellus)

Aktualisiert: 1. Jan.

Butterfisch Pholis gunnellus
Location: Ahrenshoop, Ostsee, Deutschland (Foto: Roger Blum)

Butterfisch Pholis gunnellus
Location: Ahrenshoop, Ostsee, Deutschland (Foto: Roger Blum)

Location: Ahrenshoop, Ostsee, Deutschland (Foto: Roger Blum)


Erkennungsmerkmale:

Der Butterfisch besitzt einen langgestreckten, aalartigen Körper mit sehr langer, durchgehender Rückenflosse, die fast bis zur Schwanzspitze reicht. Die Haut ist glatt und stark schleimig, was dem Fisch seinen deutschen Namen verleiht. Die Färbung variiert stark: meist gelblich-braun bis olivgrün mit dunklen, unregelmäßigen Flecken oder Bändern. Typisch ist ein dunkler Augenfleck (Ocellus) im hinteren Bereich der Rückenflosse. Er wird gewöhnlich 15–20 cm lang, maximal etwa 30 cm.


Verbreitung:

Pholis gunnellus ist im nordöstlichen Atlantik verbreitet, von der Küste Portugals über die Britischen Inseln bis nach Norwegen, Island und in die Barentssee. Auch in der Nordsee und westlichen Ostsee kommt er vor.


Lebensraum:

Der Butterfisch lebt küstennah im Flachwasser, meist in Tiefen bis etwa 30 m. Bevorzugt werden felsige Küsten, Tangwälder, Stein- und Geröllfelder sowie Spalten und Höhlen. Er hält sich häufig im Gezeitenbereich auf und kann kurze Zeit außerhalb des Wassers überleben, solange seine Haut feucht bleibt.


Ernährung:

Die Nahrung besteht überwiegend aus kleinen wirbellosen Tieren wie Flohkrebsen, Asseln, Borstenwürmern, kleinen Schnecken und Muscheln. Gelegentlich werden auch Fischlarven gefressen.


Fortpflanzung:

Die Laichzeit liegt im Winter und Frühjahr. Die Eier werden in Klumpen an Steinen oder Algen abgelegt und vom Männchen bewacht. Die Jungfische schlüpfen nach mehreren Wochen und halten sich zunächst im Flachwasser auf.


Verhalten:

Butterfische sind standorttreu und meist einzelgängerisch. Sie bewegen sich schlängelnd und verstecken sich bei Gefahr schnell zwischen Steinen oder im Tang. Durch ihre Schleimschicht sind sie für viele Räuber schwer zu fassen.


Bedeutung und Schutz:

Der Butterfisch hat keine wirtschaftliche Bedeutung als Speisefisch. Er ist jedoch ein wichtiger Bestandteil der Küstenökosysteme und dient vielen größeren Fischen und Seevögeln als Beute. Der Bestand gilt derzeit als stabil.


Besonderheiten:

Der Butterfisch ist an das Leben im Gezeitenbereich besonders gut angepasst und kann starke Temperaturschwankungen sowie kurzfristigen Sauerstoffmangel überstehen.


Arten der Gattung :

Pholis clemensi (Rosenblatt, 1964)

Pholis crassispina (Temminck & Schlegel, 1845)

Pholis fangi (Wang & Wang, 1935)

Pholis fasciata (Bloch & Schneider, 1801)

Pholis laeta (Cope, 1873)

Pholis nea (Peden & Hughes, 1984)

Pholis nebulosa (Temminck & Schlegel, 1845)

Pholis ornata (Girard, 1854)

Pholis picta (Kner, 1868)

Pholis schultzi (Schultz, 1931)

Pholis bufo Lowe, 1843 --> Lipophrys pholis (Linnaeus, 1758)

Pholis carolinus Valenciennes, 1836 --> Lipophrys pholis (Linnaeus, 1758)

Pholis dolichogaster (Pallas, 1814) --> Rhodymenichthys dolichogaster (Pallas, 1814)

Pholis fasciatus (Bloch & Schneider, 1801) --> Pholis fasciata (Bloch & Schneider, 1801)

Pholis gilli Evermann & Goldsborough, 1907 --> Pholis fasciata (Bloch & Schneider, 1801)

Pholis laevis Fleming, 1828 --> Lipophrys pholis (Linnaeus, 1758)

Pholis ornatus (Girard, 1854) --> Pholis ornata (Girard, 1854)

Pholis pictus (Kner, 1868) --> Pholis picta (Kner, 1868)

Pholis subbifurcatus Storer, 1839 --> Ulvaria subbifurcata (Storer, 1839)

Pholis trigloides (Valenciennes, 1836) --> Paralipophrys trigloides (Valenciennes, 1836)

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