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Aale (Anguillidae)

Aktualisiert: 14. Jan.

Aale sind langgestreckte, schlangenähnliche Fische mit einem glatten, meist schuppenarmen Körper. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind bei den meisten Arten zu einem durchgehenden Flossensaum verschmolzen. Der Kopf ist relativ klein, das Maul oft mit feinen, spitzen Zähnen besetzt. Je nach Art variiert die Färbung von bräunlich und grau bis zu gelblichen oder gefleckten Mustern.


Aale kommen weltweit in Meeren, Küstengewässern, Flüssen und Seen vor. Viele Arten leben versteckt in Felsspalten, Höhlen oder im Bodensubstrat und sind überwiegend nachtaktiv. Einige, wie der Europäische Aal, unternehmen weite Wanderungen zwischen Süß- und Salzwasser und gehören zu den sogenannten Wanderfischen.


Die Ernährung von Aalen besteht vor allem aus kleinen Fischen, Krebstieren, Weichtieren und Würmern. Durch ihre geschmeidige Körperform können sie sich geschickt durch enge Spalten bewegen und Beute überraschend ergreifen. Für Taucher und Beobachter sind Aale meist scheu und ziehen sich bei Störungen schnell in ihre Verstecke zurück.


Die Arten können sich in Form, Färbung und Zeichnung sehr ähneln. Hier findest du eine Fotosammlung, um verschiedene Arten besser vergleichen und bestimmen zu können.



SÜßWASSERAALE


Anguilla (1), Mastacembelus (1)


Süßwasseraale leben in Flüssen, Seen, Bächen und Feuchtgebieten, halten sich aber oft versteckt am Gewässergrund, unter Steinen, Wurzeln oder im Schlamm auf. Charakteristisch ist ihr außergewöhnlicher Lebenszyklus: Sie wachsen im Süßwasser auf, wandern zur Fortpflanzung jedoch ins Meer, wo sie laichen und anschließend sterben. Die Larven treiben mit den Meeresströmungen zurück Richtung Küste.


Aal

Zig Zag Eel

Stachelaal


MEERAALE


Meeraale leben ausschließlich im Meer und sind in allen Ozeanen verbreitet. Sie bewohnen vor allem Küstengewässer, Felsriffe, Höhlen und Spalten, kommen aber auch in größeren Tiefen vor. Viele Arten sind tagsüber versteckt und werden erst in der Dämmerung oder nachts aktiv.


Conger (1)


Meeraal Conger conger


SANDAALE


Sandaale leben in küstennahen Meeresgebieten der gemäßigten und kalten Zonen, vor allem über sandigen Böden. Charakteristisch ist ihr Verhalten, sich bei Gefahr oder zur Ruhe im Sand einzugraben, wobei oft nur der Kopf herausschaut. Sie halten sich meist in großen Schwärmen auf und sind wichtige Bestandteile des marinen Nahrungsnetzes.


Ammodytes (1)


Sandaal Ammodytes tobianus


RÖHRENAALE (Heterocongrinae)


Es gibt 35 Arten von Röhrenaalen in 2 Gattungen. Diese unterscheiden sich anhand der Maulform und der Pigmentierung der Larven. Atlantische Röhrenaale, auch Karibik-Röhrenaale, haben einen spitz zulaufenden Kopf mit großen Augen. Sie haben eine gelbbraun gefärbte Rückenseite. Sie leben in Kolonien auf Sandgründen, in denen sie eine Wohnröhre haben, die sie nie verlassen. Nur ihr Kopf und der vordere Teil des Körpers ragen daraus hervor. Atlantische Röhrenaale werden bis zu 60 cm lang.


Heteroconger (2)


Röhrenaale


Röhrenaal

(Heteroconger sp.)

Garden Eel




SCHLANGENAALE


Ophichthus (1), Myrichthys (4), Pisodonophis (1)


Schlangenaale leben in subtropischen und tropischen Meeren in Küstenregionen, meist über Sandböden. Es gibt etwa 250 Arten in 52 Gattungen. Tagsüber halten sie sich versteckt im Sand, nur der Kopf schaut oft hinaus, nachts gehen die Räuber auf Beutefang. Schlangenaale ähneln den Muränen, man kann sie durch die vorn sitzenden vorderen Nasenlöchern, die in nach unten gebogenen Röhrchen enden, von diesen unterscheiden. Anders als Muränen sind sie nicht so sehr an ein Versteck gebunden.



Schlangenaal Ophichthus polyophthalmus




Ringelschlangenaal Myrichthys colubrinus


Schlangenaal Myrichthys maculosus


Leoparden-Schlangenaal Myrichthys pardalis


Schlangenaal Pisodonophis cancrivorus

 
 
 

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