Pazifische Meerzitrone (Pleurobranchus grandis)
- Steven Blum

- 1. Jan. 2000
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Pleurobranchus grandis ist eine große, weichkörperige Meeresschnecke aus der Gruppe der Hinterkiemerschnecken. Sie gehört zu den sogenannten Flankenkiemern, bei denen sich die Kiemen nicht auf dem Rücken, sondern seitlich unter dem Mantel befinden. Die Tiere können eine beachtliche Größe erreichen und werden bis zu etwa 15 Zentimeter lang. Ihr Körper ist breit, oval und wirkt dick und lederartig. Umgangssprachlich wird dieser Flankenkiemer auch Pazifische Meerzitrone genannt.

Die Färbung von Pleurobranchus grandis ist meist bräunlich, gelblich oder rötlich und kann mit dunkleren Flecken oder marmorierten Mustern durchsetzt sein. Die Hautoberfläche ist oft runzlig oder warzig strukturiert. Am Vorderende des Körpers sitzen zwei eingerollte, röhrenförmige Fühler, die als Rhinophoren bezeichnet werden und der Wahrnehmung von Geruchsstoffen im Wasser dienen. Der breite Mantel überragt den Fuß seitlich und verdeckt die darunterliegende Kieme, die sich auf der rechten Körperseite befindet.
Das Verbreitungsgebiet dieser Art liegt im tropischen Indopazifik. Pleurobranchus grandis lebt vor allem in Korallenriffen und an felsigen Küsten in Tiefen von etwa 5 bis 40 Metern. Er ist meist nachtaktiv und hält sich tagsüber versteckt unter Steinen, in Spalten oder zwischen Korallenblöcken auf. Nachts geht er auf Nahrungssuche und bewegt sich langsam über den Meeresboden.
Die Nahrung besteht aus verschiedenen sessilen wirbellosen Tieren, darunter Schwämme, Manteltiere und andere weiche Organismen. Mit seiner kräftigen Radula raspelt der Flankenkiemer Gewebe von seinen Beutetieren ab. Wie viele verwandte Arten kann er dabei chemische Abwehrstoffe aus seiner Nahrung aufnehmen und im eigenen Körper speichern.
Bei Störung kann Pleurobranchus grandis ein unangenehm riechendes oder schmeckendes Sekret absondern, das Fressfeinde abschreckt. Seine unauffällige Färbung und die raue Hautoberfläche bieten zusätzlich Tarnung auf dem unebenen Untergrund des Riffs.
Wie alle Hinterkiemerschnecken ist auch diese Art ein Zwitter. Zwei Tiere paaren sich gegenseitig und legen anschließend Eigelege in bandförmigen oder gewundenen Schnüren auf festen Untergründen ab. Die Entwicklung umfasst frei schwimmende Larvenstadien, bevor sich die Jungtiere am Meeresboden ansiedeln.







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