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Grenada: Tauchen im Land der Muskatnuss

Grenada gehört mit seinen palmengesäumten Stränden, türkisblauen Wasser und tropischen Regenwald im Landesinneren zu einer der schönsten Inseln der Kleinen Antillen. Sie ist die südlichste Insel der Kleinen Antillen und blieb bisher vom Massentourismus verschont. Der Inselstaat gilt als das Wracktauchdorado in der Karibik. Mehr als ein Dutzend Wracks liegen um die gerade einmal 34 km lange und 18 km breite Insel.


Die kleine Insel am unteren Ende des Antillenbogens, gehört zu den besten Tauchgebieten der Karibik. Klares, warmes Wasser und vielfältige Tauchplätze locken immer mehr Taucher nach Grenada. Sowohl über als auch unter Wasser prägt der vulkanische Ursprung die Insel. Von der Küste ansteigend ziehen sich dschungelüberzogene Hänge mit Wasserfällen bis hinauf ins Bergmassiv des Mount St. Chaterine. Meerkatzen bevölkern die Bäume und Kolibris schwirren durch die Luft.




Unter Wasser hat die vulkanische Tätigkeit eine interessante Unterwasserlandschaft mit bizarren Gesteinsformationen geschaffen. An manchen Riffabschnitten scheint es, als wurde das Gestein wie mehrere Lagen Stoff in Falten gelegt. Auf dem Gestein haben sich Peitschenkorallen, Hart- und Weichkorallen sowie farbenfrohe Schwämme angesiedelt. Hier findet man die meisten der gewohnten karibischen Fische, angefangen von großen Schulen Gelber Meerbarben (Mulloidichthys martinicus), Gelbstreifen-Grunzern (Haemulon chrysargyreum), Riffbarschen und Lippfischen, wie den Kreolen-Lippfisch (Clepticus parrae). Auch Falterfische und Kaiserfische wie die Felsenschönheit (Holacanthus tricolor), Perlen-Kofferfische (Lactophrys triqueter), Karibik-Spitzkopfkugelfische (Canthigaster rostrata) und Tüpfel-Ritterfische (Equetus punctatus) sind anzutreffen. Nicht zu vergessen sind die Muränen, wie die Gefleckte Muräne (Gymnothorax moringa), und die feuerroten Halsband-Soldatenfische (Myrioristis jacobus). Die gesamte Tierwelt der Karibik gibt sich in den Gewässern Grenadas ein Stelldichein. Das Tauchen auf der karibischen Seite der Insel ist entspannter als auf der atlantischen Seite. Aufgrund der geschützten Lage ist die Strömung auf der Karibikseite geringer.






Grenada gilt auch als Wracktauchdorado. Mehr als ein Dutzend Wracks liegen um die gerade einmal 34 km lange und 18 km breite Insel. Am bekanntesten ist natürlich die "Bianca C.", ein ehemaliges Kreuzfahrtschiff der Costa-Reederei, das im Jahre 1961 sank und westlich der Grand Anse Bay in einer Tiefe von 50 m liegt. Weitere Wracks auf der karibischen Seite der Insel sind die "Veronika L.", "Bucanneer" und "Shakem". Auf der atlantischen Seite befinden sich die Wracks des ehemaligen Minensuchers "King Mitch", des Frachters "Hema1" sowie der "San Juan".




Durch die Vielzahl der Tauchplätze hat Grenada für jeden etwas zu bieten. Neben dem Tauchen lohnen sich auch Wanderungen durch das saftige Grün des Regenwalds oder durch die Hauptstadt St. George's. Den besten Blick auf die Stadt hat man von einer Anhöhe oberhalb des Postamts. Für mich ist Grenada eine der schönsten Ziele der Karibik.


Basistipp


Wir tauchten mit den Tauchern von Native Spirit Scuba. Die Tauchbasis befindet sich am Grand Anse Beach auf dem Gelände des Grenada Radisson Resort. Der Grand Anse Beach ist nur wenige Autominuten von St. George entfernt. Aufgrund der kurzen Distanz und der Tatsache, dass alle Tauchplätze von der Basis aus in 10 Minuten per Boot erreichbar sind, ist die Basis ideal für Kreuzfahrer, die nur wenige Stunden auf der Insel verbringen, und Strandurlaub und Tauchen zu vereinen wollen.





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