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Gemeiner Oktopus (Octopus vulgaris)

Aktualisiert: vor 1 Tag

Der Gemeine Oktopus (Octopus vulgaris) ist eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Krakenarten. Er kommt in tropischen und gemäßigten Meeren weltweit vor, besonders häufig im Mittelmeer, im Ostatlantik und entlang felsiger Küsten mit vielen Versteckmöglichkeiten. Dort bewohnt er Höhlen, Felsspalten und manchmal auch vom Menschen geschaffene Strukturen.



Gemeiner Krake im Mittelmeer vor Mallorca (Foto: Dr. Julia Walter)
Gemeiner Krake im Mittelmeer vor Mallorca (Foto: Dr. Julia Walter)

Die Haut von Kraken ist lichtempfindlich. Sie können ihre Haut blitzschnell an die Struktur und Farbe der Umgebung anpassen (Foto: Dr. Julia Walter)
Die Haut von Kraken ist lichtempfindlich. Sie können ihre Haut blitzschnell an die Struktur und Farbe der Umgebung anpassen (Foto: Dr. Julia Walter)


Oktopus (Octopus vulgaris)
Foto: Mallorca, Spanien (Foto: Dr. Roger Blum)

Oktopus Octopus vulgaris
Foto: Dragonera, Mallorca, Spanien (Foto: Steven Blum)

Sein Körper besteht aus einem sackartigen Mantel und acht kräftigen Armen, die mit zahlreichen Saugnäpfen besetzt sind. Diese Saugnäpfe dienen nicht nur zum Festhalten, sondern auch zum Tasten und Schmecken. Der Gemeine Oktopus kann eine Armlänge von bis zu einem Meter erreichen, wobei der Mantel meist 20 bis 25 Zentimeter lang wird. Die Färbung ist sehr variabel und reicht von rötlich-braun bis grau; mithilfe spezialisierter Hautzellen kann das Tier Farbe, Muster und sogar die Hautstruktur blitzschnell verändern, um sich seiner Umgebung anzupassen.


Octopus vulgaris
Location: Zadar, Kroatien (Foto: Steven Blum)

Location: Zadar, Kroatien (Foto: Steven Blum)


Der Gemeine Oktopus ist ein nachtaktiver Einzelgänger. Tagsüber hält er sich meist in seinem Unterschlupf auf, den er oft mit Muschelschalen und Steinen „verbarrikadiert“. Nachts geht er auf Nahrungssuche. Er ernährt sich vor allem von Krebsen, Muscheln und kleinen Fischen. Mit seinem kräftigen Schnabel kann er harte Schalen knacken, während Speichel mit giftigen Bestandteilen die Beute lähmt.


Octopus vulgaris
Location: Kas, Türkei (Foto: Roger Blum)

Location: Puerto Rico (Foto: Roger Blum)


Zur Fortbewegung kriecht der Oktopus meist langsam über den Meeresboden. Bei Gefahr kann er jedoch Wasser stoßartig aus seinem Trichter ausstoßen und sich mit einem schnellen Rückstoß fortbewegen. Zusätzlich setzt er eine dunkle Tintenwolke frei, die Fressfeinde verwirrt und ihm die Flucht ermöglicht.


Octopus vulgaris
Location: Zadar, Kroatien (Foto: Steven Blum)

Location: Puerto Aventuras, Mexiko (Foto: Steven Blum)


Die Fortpflanzung erfolgt nur einmal im Leben. Nach der Paarung legt das Weibchen Tausende von Eiern in einer geschützten Höhle ab und bewacht sie mehrere Wochen lang, ohne Nahrung aufzunehmen. Nach dem Schlupf der Jungtiere sterben sowohl Weibchen als auch Männchen. Die Larven treiben zunächst frei im Plankton, bevor sie zum Bodenleben übergehen.


Octopus vulgaris
Location: Bali, Indonesien (Foto: Dr. Roger Blum)

Der Gemeine Oktopus gilt als sehr intelligent. Er verfügt über ein gut entwickeltes Nervensystem, kann Probleme lösen, sich an Reize erinnern und komplexe Verhaltensweisen zeigen. Diese Fähigkeiten, kombiniert mit seiner Tarnkunst und Beweglichkeit, machen ihn zu einem der faszinierendsten wirbellosen Meerestiere.

 
 
 

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