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Drucklufttauchgerät MEDI 713

Aktualisiert: 23. Jan.

Die Tauchgeräte sind bis heute im Prinzip alle ähnlich aufgebaut. An die Flaschen, ein oder zwei an der Zahl, sind die Regler direkt bzw. an einem T-Stück angeschraubt. Die erste Stufe des Reglers ist meist mit einem Hochdruckanschluss für das Finimeter versehen. Dazu sind mehrere Niederdruckanschlüsse vorhanden. Ein Gerät fällt in unserem Museum aus dem Rahmen und soll hier beschrieben werden.


MEDI 713 / A

Hersteller: VEB Medizintechnik Leipzig (1959-1965)

ca. 900 Stück zu einem Preis von 625,00 MDN je Stück



Sieht man das Drucklufttauchgerät MEDI 713 vor sich, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Aber der Reihe nach: Der Konstrukteur war wie bei dem Kreislauf-Tauchgerät MEDI Nixe Kurt Nossing. Bei der Ansicht von vorn sind die beiden Schulter-Tragegurte an der Abdeckplatte des Reglers befestigt. Bei der Ansicht von hinten entdeckt man, der Regler fest mit dem Tragegestell verbunden ist, ebenso wie die beiden querliegenden Flaschenventile. Die Flaschen müssen also zum Befüllen abgeschraubt werden.



Zur Kontrolle des Luftdrucks ist ein Manometer angebracht, das beim Tauchgang jedoch nur vom Tauchpartner abgelesen werden kann. Öffnet man den einstufigen gegen den Druck gedichteten Regler, sieht man die mit dem Hebelsystem fest verbundene Membran.


Die beiden 3l-Flaschen gestatten einen Fülldruck von 150 bzw. später von 200 bar (Modell 713A 1960-1965). Das Mundstück wurde durch die Nachrüstung mit einem Einatemventil verbessert.



Zugelassen war das Gerät für eine Tauchtiefe von 15 Metern. Das Gewicht dieses ungewöhnlichen Gerätes beträgt 11,7 kg und es trägt sich durch die fest angebrachte Lendenstütze sehr bequem.


Leider sind unmittelbar nach der Wende große Stückzahlen von Feuerwehren und anderen Nutzern verschrottet worden, sodass es heute schwierig ist, eines dieser kuriosen Geräte für Anschauungszwecke zu erhalten.


Umso dankbarer sind wir Uwe Mattern, der uns sein von ihm bis ins vergangene Jahr immer wieder benutztes und liebgewonnenes „MEDI 713“ als Geschenk überreichte.

Wer das Museum kennenlernen möchte, ist zu einem Besuch herzlich eingeladen. Da das Museum ehrenamtlich betrieben wird, wird aber um vorherige Anmeldung gebeten.


Kontakt:

Sporttauchermuseum Berlin-Wendenschloß

c/o Tauchsportklub Adlershof im ProSport 24 e.V.

Wendenschloßstraße 420

12557 Berlin


Fotos: Dušan Suráni und Otmar Richter

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