Blaustreifen-Drückerfisch (Pseudobalistes fuscus)
- Steven Blum

- 1. Jan. 2000
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In der wissenschaftlichen Literatur werden 12 Gattungen mit etwa 40 Arten von Drückerfischen beschrieben. Der Blaustreifen-Drückerfisch (Pseudobalistes fuscus) wird bis 55 cm lang. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Roten Meer und den Indopazifik von Ost- und Südafrika bis nach Japan, Hawaii und Französisch-Polynesien. Blaustreifen-Drückerfische leben auf sandigen Arealen im Korallenriff in Tiefen von 1 bis 50 m.
Blaustreifen-Drückerfische verändern ihre Färbung im Laufe der Geschlechtsreife. Jungfische sind gelblich mit blauen Punkten, die später zu Längsstreifen werden. Das adulte Tier wird bräunlich oder grau, die Flossen bekommen einen blauen Farbsaum. Sie schwimmen mit wellenförmigen Bewegungen der zweiten Rückenflosse und gegenüberliegenden Afterflosse. Der erste, kräftige Rückenflossenstrahl ist vom übrigen Flossenteil getrennt, aufrichtbar und mit einem Gelenk des zweiten Stachels feststellbar. Diese Konstruktion hat Ähnlichkeit mit dem Abzug („Drücker“) einer Pistole, daher auch der Name Drückerfisch. Der Stachel kommt zum Einsatz, wenn sich die tagaktiven Fische zur Nachtruhe in Riffspalten verkeilen.
Wie alle Drückerfische haben Blaustreifen-Drückerfische einen großen Kopf, der etwa ein Drittel des Körpers einnimmt, und ein relativ kleines Maul. Sie haben einen kräftigen Kiefer. Damit knacken sie Muscheln und Schnecken, Korallen, Seeigel und Krebse. Im Sand verborgene Beute blasen sie oft mit einem Wasserstrahl frei.
In der Laichzeit sind sie sehr aggressiv. Das Gelege wird vehement verteidigt. Kommt man dem Gelege (meist eine flache Sandmulde oder Korallenbruch, in der die Eier abgelegt sind) zu nahe, erfolgt in der Regel erst ein Scheinangriff, d.h. der Fisch schießt auf den Taucher zu, dreht aber kurz vorher wieder ab. Wer diese Warnung ignoriert muss mit Rammattacken oder Bissen rechnen.





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