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Ostseegarnele (Palaemon adsperus)

Foto: Ahrenshoop, Ostsee, Deutschland (Foto: Roger Blum)
Foto: Ahrenshoop, Ostsee, Deutschland (Foto: Roger Blum)

Die Ostseegarnele ist eine der häufigsten Garnelenarten in der Ostsee und den angrenzenden Küstengewässern des Nordostatlantiks. Sie gehört zur Familie der Felsengarnelen (Palaemonidae) und ist ein typischer Bewohner flacher Küstenzonen.


Merkmale:

Palaemon adspersus erreicht eine Länge von etwa 5–8 cm. Der schlanke, leicht durchscheinende Körper ist meist grau-bräunlich bis grünlich gefärbt und mit feinen dunklen Punkten übersät, die der Art ihren Namen („adspersus“ = gesprenkelt) geben. Auffällig sind die langen Antennen und der nach vorn gerichtete, gezähnte Rostrum.


Lebensraum:

Die Ostseegarnele lebt bevorzugt in flachen, küstennahen Bereichen mit Seegraswiesen, Algenbeständen oder steinigem Untergrund. Sie kommt sowohl in Brack- als auch in Salzwasser vor und ist gut an die wechselnden Salzgehalte der Ostsee angepasst.


Lebensweise:

Sie ist überwiegend nachtaktiv und ernährt sich omnivor von Algen, Detritus, kleinen Wirbellosen und Aas. Damit spielt sie eine wichtige Rolle im Ökosystem als „Aufräumer“ und als Beutetier für Fische und Seevögel.


Fortpflanzung:

Die Fortpflanzung findet im Frühjahr und Sommer statt. Die Weibchen tragen die befruchteten Eier mehrere Wochen an den Schwimmbeinen, bis daraus freischwimmende Larven schlüpfen.


Bedeutung:

Palaemon adspersus ist ökologisch bedeutsam und wird regional auch als Köder oder in geringem Umfang als Speisegarnele genutzt. Für Taucher und Naturbeobachter ist sie ein typischer und leicht zu beobachtender Bewohner der Ostseeküsten.

 
 
 

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