Leoparden-Drückerfisch (Balistoides conspicillum)
- Steven Blum

- 1. Jan. 2000
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Jan.

Location: Troux auch Biches, Mauritius und Bali, Indonesien (Foto: Roger Blum)

In der wissenschaftlichen Literatur werden 12 Gattungen mit etwa 40 Arten von Drückerfischen beschrieben. Der Leoparden-Drückerfisch (Balistoides conspicillum) ist einer der farbenprächtigsten. Er wird 35 bis 50 cm lang. Er kommt im Indischen und Pazifischen Ozean von Ostafrika bis Samoa vor. Leoparden-Drückerfische sind Einzelgänger und bevorzugen Tiefen von 2 bis 75 m.
Leoparden-Drückerfische erkennt man an ihrem hellorange umrahmten Mund und dem Kontrast der dunklen oberen Körperhälfte mit den großen weißen Flecken an der unteren Körperhälfte. Die Schwanz- und Rückenflosse ist grün gezeichnet. Sie schwimmen mit wellenförmigen Bewegungen der zweiten Rückenflosse und gegenüberliegenden Afterflosse. Die Schwanzflosse benutzen sie nur für das Schwimmen mit hoher Geschwindigkeit, z.B. bei der Verteidigung oder Flucht. Der erste, kräftige Rückenflossenstrahl ist vom übrigen Flossenteil getrennt, aufrichtbar und mit einem Gelenk des zweiten Stachels feststellbar. Diese Konstruktion hat Ähnlichkeit mit dem Abzug („Drücker“) einer Pistole, daher auch der Name Drückerfisch. Der Stachel kommt zum Einsatz, wenn sich die tagaktiven Fische zur Nachtruhe in Riffspalten verkeilen. Der Fisch ist so in seinem Versteck sicher verankert.
Wie alle Drückerfische haben Leoparden-Drückerfische einen großen Kopf, der etwa ein Drittel des Körpers einnimmt, und ein relativ kleines Maul. Sie haben einen kräftigen Kiefer. Damit knacken sie Muscheln und Schnecken, Korallen und Krebstiere.
Leoparden-Drückerfische sind nicht als Speisefische geeignet. Der Verzehr kann zur Ciguatera, der Vergiftung durch Ciguatoxin, führen.









Kommentare