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Das U-Boot Ehrenmal Möltenort

Aktualisiert: 13. Jan.

Das Möltenorter U-Boot-Ehrenmal in Heikendorf am Ostufer der Kieler Förde ist eine zentrale Gedenkstätte für alle gefallenen deutschen U-Boot-Fahrer des Ersten Weltkriegs und Zweiten Weltkriegs.



Zentrum der Ehrenmalanlage ist ein mehr als 15 Meter hoher Sandsteinpfeiler, auf dem ein kolossaler Seeadler mit einer Spannweite von 4,55 und einer Höhe von 4,30 Meter thront.



Das plastische Modell zur Adlerfigur wurde vom Münchner Bildhauer Fritz Schmoll in Originalgröße aus insgesamt 5,7 Tonnen Ton geformt und diente direkt als Vorlage bei der Herstellung der monumentalen Plastik. Die Durchführung erfolgte in der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) in Geislingen. Hier kam ein in diesen Ausmaßen äußerst seltenes Gussverfahren zur Anwendung – ein Eisenhohlguss mit aufgalvanisiertem Kupferüberzug. Dieses Verfahren wurde aus Kostengründen einer Bronzeausführung vorgezogen.


Formal wurde bei der 1935 bis 1938 durchgeführten Neugestaltung des U-Boot-Ehrenmals mit dem adlerbekrönten Pfeiler unmittelbar an das zwischen 1926 und 1930 entstandene Vorgängerdenkmal angeknüpft, das ebenfalls aus einem hohen Pfeiler mit einem zum Fluge ansetzenden Adler (Höhe 4 m, Flügelspannweite 7 m) bestand. Neben dem Figurenpfeiler, der als Idee vom ersten Mahnmal übernommen wurde, sah das neue Konzept zwei durch einen halbkreisförmigen Umgang miteinander verbundene Ehrenhallen vor, außerdem den von einer niedrigen Mauer umsäumten Platz zur Seeseite, sowie die Wallbegrenzung nach der Landseite. Seit der Umgestaltung 1968-1970 werden in einem bogenförmigen Rundgang auf 115 Bronzetafeln die gefallenen deutschen U-Boot-Fahrer der Kaiserlichen Marine und Kriegsmarine, sowie der im Dienst verunglückten Soldaten der Deutschen Marine, namentlich genannt.



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